ForschungDerzeit geplante Projekte
Von Steinbauers zahlreichen musiktheoretischen und kompositorischen Werken sind einige noch zu edieren und herauszugeben. So etwa ist eine kommentierte, überarbeitete Neuauflage von Steinbauers theoretischen Schrift Das Wesen der Tonalität (derzeit C. H. Beck´sche Verlagsbuchhandlung München 1928, vergriffen) im Mai 2006 in der Editon mono erschienen.
Die Vorbereitung der Publikation von Othmar STEINBAUERs Klaviersonate, Werk 17 ist im Gange. In der Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Musiksammlung fanden sich zwei (!) Autographen. Die eine Fassung ist in Steinbauers “Zwölftonnotation” erfolgt. die andere in der traditionellen Notation. Beides unzweifelhaft von seiner Hand. Eine weitere Fassung wurde, vermutlich von einem seiner Schüler (Univ.Prof. Dr. NOWOTNY) angefertigt. Diese wurde nun für die Vorbereitung einer Faksimile Ausgabe herangezogen. Helmut NEUMANN versuchte letztere so zu arrangieren, dass sie eventuell publiziert werden könnte. Dabei wurde auch ein von Steinbauer selbst stammendes Deckblatt gefunden, welches als Entstehungsjahr 1948 aufweist, im Buch H.NEUMANNs allerdings auf Seite 18 mit “ nach 1946" bezeichnet worden war.
Weiters ist in naher Zukunft die Herausgabe von Steinbauers Suite für Flöte, 2 Violinen, Viola und Bass (Werk 4) in einer Faksimileausgabe durch einen Wiener Verlag vorgesehen.
Eine weitere Aufgabe des Instituts besteht darin, eine Vielzahl von historisch wertvollen Tondokumenten aus Steinbauers Nachlass, die noch auf alten Magnettonbändern gespeichert sind, zu digitalisieren und auf moderne Datenträger zu übertragen. Diese, aber auch neuere und zeitgenössische Tonaufnahmen, sollen in höchster Qualität dokumentiert und auch im Handel in Form von CD und DVD erwerbbar werden.
Um den Unterricht in Klangreihenkomposition, der derzeit privat praktiziert wird, in Form einer Einführung auch als „Fernkurs“ zu ermöglichen, ist das Projekt audioLectureLib geplant. Es handelt sich hierbei um eine Vorlesung im Internet, die als mündlicher Vortrag gehalten und mittels Noten- und Tonbeispielen anschaulich gemacht wird. Auf diese Weise können auch Musikliebhaber, die nicht unbedingt Experten auf dem Gebiet des Tonsatzes sind, einen Eindruck von den Methoden und Möglichkeiten der Klangreihenkomposition gewinnen.
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